Grüne Südweststadt, Stadtgärtnern
Schreibe einen Kommentar

Jede Menge Samenkugeln

Collage: Hände, die die Erde kneten, viele Eimer und ein paar Samenkugeln, eine Eierschachtel voll mit Samenkugeln

Menschen, die begeistert Geschichten von Hummeln berichten. Seniorinnen, die von ihrem Garten erzählen und viele Fotos davon mitbringen. Gartenfreundinnen, die Saatgut aus ihrem Garten verschenken.

Das ist der eigentliche Charme der Veranstaltungen der „Grünen Südweststadt“, die in Kooperation mit dem Quartiersprojekt Südweststadt stattfinden: Die Menschen entdecken gemeinsame Themen, kommen ins Gespräch und in den Kontakt zueinander. Haben Spaß zusammen und geben ihre Erfahrungen weiter. Generationenübergreifend. So wie dieses Mal, als die jüngste Teilnehmerin 8 und die älteste 85 Jahre alt war. Und ein Seniorenpaar extra aus Daxlanden angeradelt kam.

Manchmal lernen auch die noch etwas, die sich schon gut auskennen. Hummeln können nicht mit allen Blüten etwas anfangen? Was pflanze ich denn dann am besten? Begonien, Petunien, Geranien – oder doch eher Fingerhut, Hornklee und Günsel?

Hummeln und andere Wildbienen haben da eine eindeutige Meinung. Die gängige Balkonbepflanzung ist für sie nutzlos. Auch in gefüllten Sorten von Sonnenblumen, Rosen oder Dahlien finden sie wenig oder gar keinen Pollen bzw. Nektar.

Da rätselten alle gemeinsam bei „Lasst Hummeln futtern!“, was bei den fleißigen Bestäuberinnen stattdessen gut ankommt.

Fotos mit verschiedenen Pflanzen liegen auf einem Tisch. Eine Hand zeigt auf eine Pflanze

Wer also mag, bestückt Balkonkästen mit einer Frühjahrsmischung aus Krokus, Schneeglöckchen und Schlüsselblume, sät Sommerblumen wie Ringelblumen, Löwenmäulchen oder Wiesen-Margerite oder holt sich Kräuter wie Schnittlauch, Melisse, Thymian und Lavendel in die Nähe. Im Garten dürfen an einigen Stellen Löwenzahn, Klee und Gänseblümchen stehen bleiben und wer viel Platz hat, pflanzt eine Kornelkirsche.

Aber grau ist alle Theorie, und damit den Kindern die „Rede“ nicht wie bei der ersten Veranstaltung „langweilich“ wird, ging’s gleich raus in den Innenhof, Samenkugeln basteln. Mit Saatgut, das Hummeln, Wild- und Honigbienen brummen lässt. Ein grüner Innenhof, nebenbei bemerkt, in dem wunderschön die Magnolien blühten.

Die Ton-Erde-Mischung stand in Eimern bereit, dazu jeweils eine Portion Veitshöchheimer Bienenweide. Mit mehr oder weniger Wasser wurde geknetet, gerollt, noch mal Wasser nachgegeben – oder auch etwas Erde, wenn es zu matschig wurde. Und wer glaubt, hier hatten nur die Kinder Spaß: Von wegen. Auch die 77jährige Seniorin rollte fleißig Kugeln und ist wie die anderen gespannt, was alles blühen wird.

Viele Eimer auf einem langen Tisch, Leute, die darin rumkneten und eine Hand voll feuchter Erde

Im Hintergrund lauschten zwei Bewohnerinnen des Friedensheim dem Treiben, und auch eine echte Hummel schaute zu. Naja. Eine Hummel dem Namen nach. Nur wenn die Kinder zu schnell mit dem Roller vorbeisausten, wurde das mit lauten Gebell kommentiert. Aber sie darf das, sie ist ja mittlerweile Stammgast.

Mischlingshündin, liegt auf Treppenstufe und lässt sich von Kindern streicheln


Danke Tobias Volz für die Fotos!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.