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Kartoffeln in den Topf!

links: eine Kartoffel liegt auf Pflanzerde in einem Topf. Rechts: verschiedene Sorten Pflanzkartoffeln.

Es geht weiter mit der Grünen Südweststadt: Am Sonntag, 8.5.2016 treffen wir uns um 14 Uhr wieder im Bürgerzentrum Südweststadt in der Redtenbacherstraße. Hauptthema: Kartoffeln in den Topf! Denn für eine kleine Kartoffelernte lässt es sich auch mit Kübel oder Eimer experimentieren.

Sie können dazu eine Kartoffel aus Ihrer Küche nehmen – am besten eine, die bereits gekeimt hat. Oder Sie kommen am 8. Mai zu uns: Denn ich bringe vier Sorten mit, die Sie vermutlich noch nie im Supermarkt gesehen haben:

  • Adretta (ockerfarbene Schale, mehlig)
  • Desirée (rote Schale, vorwiegend festkochend)
  • Nicola (gelbe Schale, festkochend)
  • Blaue Schweden (dunkelblaue Schale, blauviolettes Fleisch, vorwiegend festkochend).

Ich zeige Ihnen, wie Sie vorgehen können für Ihre kleine, feine Ernte.

Und was machen wir sonst?

Am 16. Mai sind die Eisheiligen vorbei. Das ist der Startpunkt für wärmeliebende Pflanzen und Gemüse. Tomaten, Paprika, Kürbis, Zucchini dürfen endlich raus. Wie Sie sie gut für die Frischluftsaison vorbereiten, erfahren Sie ebenfalls am Sonntag.

Ihre Aussaat war erfolgreich und Sie haben viel mehr Tomatensämlinge als Platz? Aber dafür hätten Sie gerne Paprika, die bei Ihnen nicht kam? Dann tauschen Sie doch! Wir nutzen den Sonntag einfach zum Pflanzentausch!

Die Veranstaltung ist kostenlos. Ich freue mich über Anmeldungen jeder Altersklasse.

Anmeldungen bitte an:
Susanne Butz, E-Mail: sws [at] dreh-mal-um [punkt] de.

Mehr Infos? Gerne!

Sie möchten jetzt schon Ihre Kartoffel setzen? Also:

Nehmen Sie einen Topf/Kübel/Eimer mit mindestens 10 l Fassungsvermögen. Das Gefäß braucht auf alle Fälle unten Löcher, damit zu viel Gieß- bzw. Regenwasser ablaufen kann. Decken Sie die Löcher mit Scherben oder größeren Steinen ab, damit die Erde die Löcher nicht verstopft.

links: großer Pflanztopf, Löcher im Boden. Rechts: Löcher mit Scherben und Steinen zugedeckt, etwas Blähton aufgeschüttet

Sie haben etwas Kies oder Blähton? Eine Schicht davon hilft gegen Staunässe. Jetzt kommt die Erde drauf – ca. 15 Zentimeter Pflanzerde aus dem Sack (gerne ohne Torf) oder Gartenerde mit Kompost vermischt.

Links: Gefäß mit Blähton gefüllt. Rechts: Nun eine nächste Schicht mit Erde.

Eine oder mehrere Kartoffeln drauf setzen (ausreichend Platz pro Kartoffel lassen. Bei 10 l würde ich nur eine einzige Kartoffel nehmen). Anschließend noch einmal ca. 10 Zentimeter Erde darauf.

Links: Vorgekeimte Kartoffel. Rechts: Noch mehr Erde im Pflanzgefäß

Regelmäßig gießen, die Kartoffeln brauchen gut Feuchtigkeit, sollten aber nicht zu nass sein.

Frostnächte sind nicht so toll – allerdings haben meine Kartoffeln im Topf letztes Jahr ordentlich Nachtfrost bekommen, mit dem ich nicht mehr gerechnet habe. Ein Vlies um den Topf gewickelt und die Triebe vorsichtig abgedeckt, hat geholfen – sie haben zum Glück nicht zu sehr gelitten.

Wenn die ersten Triebe 10-15 Zentimeter raus schauen, vorsichtig mit Erde bedecken. Die Triebe wachsen wieder durch. Das Ganze so lange wiederholen, bis Sie am Gefäßrand angekommen sind. Die Kartoffeln wachsen so „in die Höhe“.

Kartoffeltriebe im Topf

Die Kartoffelknollen selbst dürfen kein Sonnenlicht abbekommen – sollten sie neugierig aus der Erde rausschauen, noch einmal etwas Erde anhäufeln. Kartoffelknollen, die das Licht sehen, entwickeln giftiges Solanin.

Übrigens sehen sowohl Kartoffelgrün als auch Blüten je nach Sorte unterschiedlich aus. Wenn Sie also mehr Platz zu Hause haben, versuchen Sie mal ein buntes Kartoffelsortiment.

Kartoffeltriebe in unterschiedlichen Grüntönen.

Die Kartoffeln sind nach 3 bis 4 Monaten erntereif. Der Vorteil der Anzucht im Topf: Die Ernte ist einfach. Topf vorsichtig umkippen, Knollen ernten. Lecker Pellkartoffeln kochen. Mahlzeit!

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