Monate: Juli 2017

Hornveilchen, lila-weiße Blüte

Boah, blühen die lang (Trockenheitsprofitierungsgedöns)

Dass das diesjährige Frühjahr so sehr trocken war, hat eine äußerst erfreuliche Seite: Wenig Schnecken. Nicht wie sonst hunderterweise bei der morgendlichen Absammelei. Nicht wie sonst am besten zweimal am Tag in die Astern gucken, damit die überhaupt eine Chance haben. Tatsächlich kommen die Ringelblumen ungeschützt über ihr Keimstadium hinaus. Selbst nach einigen Regentagen habe ich erst jetzt mehrere Exemplare ihrem Nahrungsziel entnehmen müssen – davor tauchte vereinzelt mal eine auf. Und die erstaunlichste Erkenntnis: Wenn Sie dürfen, wie sie wollen und können – dann blühen Hornveilchen ja echt superlange! Vielleicht ist der einzige Vorteil des zur Trockenheit und Hitze neigenden Klimawandels: Weniger Schnecken. Ich träume mal von einem bunten Hornveilchenbeet, monatelang eine Blüte nach der anderen schiebend. Gaissmayer, meine Finger zucken schon vor Klickbegier.

Biene auf Oreganoblüte

Es summt!

Kiesgärten sind ja in. Zwei Häuser weiter, zum Beispiel: Einmal rosamelierter Vorgarten, einmal ursprünglich knallweißer, jetzt vergrauter Kies. Vermutlich, um Arbeit zu sparen – aber Laub und Dreck sammeln sich trotzdem. Schön ist das nicht. Gartenzeitschriften wie „Mein schöner Garten“ erklären, wie tote Steinwüste geht und bekommen 119 Facebook-Likes. Ich sitz hingegen auf meiner Terrasse, kann beobachten, wie die Blattschneiderbiene einen der Blumenkästen als Nistplatz aussucht. Wie die Stieglitze den verblühten Rauen Löwenzahn im Nachbarsgarten gemütlich verputzen. Bestaune das Geschwirre um Oregano, Minze und Borretsch, die sich im Garten überall ausbreiten. Ich freue mich am Getummel im Mohn. Und freue mich über die Farben. Welch winzige Wildbienen es gibt! Feldwespen holen sich in den bereitgestellten Tellern Wasser für Nestbau und Brutpflege. Im Kasten mit dem Verlängerungskabel hat sich ein recht friedliches Wespenvolk eingenistet. Vermutlich die Mittlere Wespe, sie macht mir nicht den Gefallen, mal ruhig den Kopf zu zeigen. Und bin jedesmal über die Lautstärke der zahlreichen Honigbienen im Wilden Wein erstaunt. Da geht’s aber ab! Im Frühjahr flatterten Aurorafalter (auf der anderen Albseite wächst…
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