Autor: Susanne Butz

Buntspecht auf einem Ast

Futter für die Vögel

Der erste Frost in diesem Herbst war schon da. Spätestens jetzt ist es vielen ein Bedürfnis, wieder mit der Vogelfütterung zu beginnen. Auch die Baumärkte und Gartencenter rüsten auf – bei so viel verschiedenem Futter ist schnell der Überblick verloren. Was ist denn sinnvoll? Wer profitiert von der Vogelfütterung? Warum ist Hygiene am Futterplatz so wichtig? Mit diesen und weiteren spannenden Fragen beschäftigen wir uns beim nächsten Vortrag der Reihe „Natur − und du?“ des Quartiersprojekts Südweststadt. Am Samstag, 16. November 2019, treffen wir uns um 14 Uhr im Bürgerzentrum Südweststadt, Redtenbacherstr. 10-14 (im Friedensheim), 76133 Karlsruhe. Natürlich stellen wir auch Meisenknödel selbst her. So wissen Sie, dass Ihre Vögel gutes Futter mit viel Energie bekommen. Für das Material wird um einen Kostenbeitrag gebeten. Weitere Infos zur Vogelfütterung finden Sie auch in diesem Blogbeitrag: Vogelfutter selbst gemacht.

Der naturnahe Garten im Herbst und Winter – Vortrag bei „GrüneLunge im Dialog“

Jetzt ist die Zeit, in der die meisten Gärten „winterfest“ gemacht werden. Es wird geschnippelt, aufgeräumt, verbrannt, weggefahren. Dabei kann der kalten Jahreszeit sehr viel gelassener entgegengeblickt werden. Mit einem entspannteren Blick ersparen wir uns nicht nur viel Mühe, sondern helfen auch, die Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen zu unterstützen. Stehengelassene Staudenstängel und liegengebliebenes Laub können Kinderstube und Überwinterungsplatz von Insekten, Fröschen, Igeln sein. Blumensamen picken Stieglitz und Sumpfmeise oft lieber als vom Futterhäuschen. Und der Frost über den verdorrten Pflanzen zaubert strukturreiche Bilder. Am 23. Oktober 2019, 19:00 – 21:00 Uhr erzähle ich im Rahmen des Projekts „GrüneLunge im Dialog“, wie wir mit unserem „Nichthandeln“ im Herbst und Winter die Insekten- und Naturvielfalt im Garten fördern können. Der Vortrag findet im Bürgersaal des Technischen Rathauses in Rheinstetten statt, der Eintritt ist frei. Einladung zum Vortrag als PDF, 2,5 MB Mit der Kampagne Naturnah Gärtnern – Für Mensch, Tier & Klima möchte das Projekt GrüneLunge im Dialog Bürger*innen in der Stadt Rheinstetten motivieren, den eigenen Garten naturnah zu gestalten. Das Projekt organisiert u.a. in den nächsten zwei…
Blogpost weiterlesen: Der naturnahe Garten im Herbst und Winter – Vortrag bei „GrüneLunge im Dialog“

Winterlinge

Es wird durchgeblüht – für uns und für Insekten

Viele Gärten sind im Mai und Juni ein wahres Farb- und Formenfeuerwerk der Blüten, um im Juli immer weiter zu verlöschen. Nicht nur für unser Auge ist das schade – für Insekten sind die Monate mit wenig Blütenangebot schwierig.  Denn wenn die ersten frühen Wildbienen schlüpfen, benötigen sie schon im März oder gar Februar dringend Nektar. Der Juli/August ist geprägt von vielen erschöpften Hummeln unter Linden, die dort keine Nahrung mehr fanden. Und selbst im Oktober fliegen noch Arten, die sich z.B. über blühenden Efeu freuen. Viele heimische Pflanzen, die in den „Randmonaten“ blühen, sind gar nicht mehr bekannt. Dieser Vortrag möchte einige von ihnen vorstellen – damit das Zitat des berühmten Gärtners Karl Foerster auch in Ihrem Garten oder Balkon zutrifft: „Es wird durchgeblüht!“ Kommen Sie zum nächsten Vortrag der Reihe „Natur − und du?“ des Quartiersprojekts Südweststadt. Am Sonntag, 29. September 2019, treffen wir uns um 14 Uhr im Mitmach-Laden Südwest, Mathystraße 12, 76133 Karlsruhe.

Schaumkraut im Beet

Ist das Natur – oder kann das weg?

Früher war alles einfacher: Rasen wird wöchentlich gemäht, Wegfugen ausgekratzt, Beete unkrautfrei gehalten und im Herbst wird alles abgeräumt. Mit einem zunehmend wacheren Blick für die Natur und die Umwelt halten wir bei der „Schwäbischen Kehrwoche im Garten“ öfter mal inne. Hat das Moos im Rasen vielleicht einen Nutzen? Warum sitzen auf dem Löwenzahn Bienen? Sieht das Zimbelkraut in den Pflasterfugen nicht eigentlich hübsch aus? Innehalten und einfach mal wachsen zu lassen bedeutet aber nicht, nun komplett die Füße hochzulegen: War das mit der Kanadischen Goldrute im Garten wirklich eine gute Idee? Ist der Kirschlorbeer, den die Vögel dank gefressener Samen weit verbreiten, nun Fluch oder Segen? Der Vortrag möchte dazu anregen, die Natur im Garten und am Gehwegrand bewusster wahrzunehmen. Etwas mehr Gelassenheit mit den Dingen, die sie uns beschert, bringt so manche spannende Erfahrung. Kommen Sie zum nächsten Mitmach-Vortrag der Reihe „Natur − und du?“ des Quartiersprojekts Südweststadt. Am Sonntag, 23. Juni 2019 treffen wir uns um 14 Uhr im Mitmach-Laden Südwest, Mathystraße 12, 76133 Karlsruhe.

Sperlinge in einer Hecke

Blattlauspicker und Nachbarschaftsprofis − was Sie von Sperling, Specht und Meise (vielleicht) noch nicht wussten.

Schulkinder können im Schnitt lediglich fünf von fünfzehn häufigen, einheimischen Vogelarten erkennen – so eine aktuelle Studie aus Bayern. Was im ersten Moment erschreckt, verwundert beim Nachdenken nicht lange: Wann sehen wir denn noch Vögel? Wann nehmen wir uns die Muse, sie zu beobachten? Häufig genug werden Vögel eher als Störenfriede wahrgenommen: Die lauten, kreischenden Krähen, das nervige frühe Singen der Amsel, die aufdringlichen Spatzen, der Schaden zufügende Specht. Und immer machen sie alle Dreck. Zeit, mal wieder den Blickwinkel zu wechseln!Zeit, die Welt mal aus Vogelsicht zu betrachten.Zeit, mal wieder neugierig Geschichten über Sperling, Specht und Meise zu hören. Denn so manche Leistung dieser kleinen Sänger nötigt uns Respekt ab – vielleicht kann sie uns sogar als Vorbild dienen? Kommen Sie zum nächsten Mitmach-Vortrag der Reihe „Natur − und du?“ des Quartiersprojekts Südweststadt. Am Sonntag, 17. März 2019 treffen wir uns um 14 Uhr im Mitmach-Laden Südwest, Mathystraße 12, 76133 Karlsruhe.

Krokusse

Same procedure: Es blüht hier zu wenig, verflixt noch mal!

Es ist doch immer dasselbe: Winter gibt’s kaum noch, die Temperaturen ungewöhnlich hoch, die Sonne scheint, zwei, drei Frühjahrsblüher beginnen ihre Farbe in das triste Graubraun zu strecken, die ersten neugierigen Insektennasen kommen aus ihrem Winterquartier und ich denk: So ne Scheiße, hier blüht einfach zu wenig. Da sind ein paar Krokusse, ein paar zögerliche Schneeglöckchen, der Winterling scheint offensichtlich das vergangene Jahr nicht überlebt zu haben, und ach guck, der Huflattich ist wohl angewachsen, zeigt aber auch nur zwei spärliche Blütchen. Aber Hauptsache, der Zitronenfalter flattert schon mal rum, die ersten Hummeln – und was bitte, macht die Holzbiene denn jetzt schon hier? HIER BLÜHT DOCH QUASI NOCH NIX! Einige warme Tage später ploppen die Krokusse, ploppen die Schneeglöckchen und zeigt der Winterling, dass er einfach nur etwas mehr Zeit brauchte, aber doch brav da ist und sogar ein bisschen seine Samen ausgebreitet hatte. In der etwas wärmeren Innenstadt kommen auch schon die Salweiden mit ihren Kätzchen, die Kornelkirsche strahlt gelb an der Alb entlang (die viiiiiel bessere Alternative zur Forsythie, die keinem Tier…
Blogpost weiterlesen: Same procedure: Es blüht hier zu wenig, verflixt noch mal!

Hummel auf Flockenblume - unten hinten naht der Mulchmäher

Abrasiert – Insektensterben? Pffff

Alle paar Wochen schafft es die Stadt Karlsruhe, dass ich mich über sie aufrege. Es ist mal wieder soweit. Und heute hab ich mich SO aufgeregt, dass ich nach diesem Blogpost die Gemeinderatsfraktionen anschreibe. Auf meinem Weg zur Arbeit radle ich den Adenauerring und die Willy-Brandt-Allee entlang. Zwischen Waldstück und Radweg, zwischen Radweg und Straße sind schmale Grünstreifen. Hier wachsen tapfer Wildblumen. Einheimische Wildblumen. Wilde Möhre und Wilder Pastinak, Wegwarte, Hornklee, Wiesenklee, Flockenblume, Wegerich, Lichtnelke und einiges mehr. Zur Freude von Hummeln, anderen Wildbienen, auch Schmetterlinge hab ich schon gesehen. Ich freu mich immer an den bunten Tupfen entlang der Straße und am Gesummse. Die Pracht währt kurz. Es naht der Mulchmäher. Das komplette Wegegrün wird abrasiert, gemulcht, der Mulch liegen gelassen. Das war es dann mit den Blüten. Zur Samenbildung kam es gar nicht. Samen für die Wiederaussaat oder für Vögel – oder auch für die Menschen, die sich die eine oder andere Wildblume gerne im Garten ansiedeln lassen möchten. Kaum haben sich die Kräuter wieder hochgekämpft und blühen erneut, tummeln sich Insekten  –…
Blogpost weiterlesen: Abrasiert – Insektensterben? Pffff

Biene, voll mit Pollen, im Anflug zur Löwenzahnblüte

„Insektenhotel“ oder „Nisthilfen“ – wie helfen wir Bienen wirklich?

Veranstaltung im Quartiersprojekt Südweststadt Sonntag, 06.05.2018, 14 Uhr Mitmach-Laden Südwest, Mathystraße 12, Karlsruhe-Südweststadt Sie sind niedlich anzusehen, dank Anleitungen in Büchern und im Internet sind sie einfach nach zu basteln – und wer nicht das Talent hat, Kiefernzapfen und Strohknäuel hinter Hasendraht zu sperren, bekommt eine hübsche Auswahl in Baumärkten und Gartencentern: Insektenhotels. Sie sind schwer in Mode. Wer möchte nicht den Insekten helfen? Wir lesen und hören immer wieder, dass der Bestand an Bienen, Schmetterlingen und Käfern massiv abgenommen hat. Und damit auch die Nahrungsgrundlage unserer Singvögel, unserer Igel, unserer Fledermäuse. Auch die Bestäubung zahlreicher Obst- und Gemüsepflanzen ist gefährdet. Doch wer sich näher mit den Bedürfnissen dieser Insekten beschäftigt, merkt, dass mit diesen Insektenhotels – womöglich noch inmitten eines sauberen Kiesgartens – nicht viel geholfen ist. Wenn Käfer normalerweise in Totholz, verrottendem Laub und in der Erde leben, dann sind Kiefernzapfen kein attraktives Angebot. Wenn manche unserer Wildbienen in sauber ausgenagten Käfergängen in Hartholz nisten, dann sind Löcher in schnell aufquellendem Weichholz nur die vierte Wahl. Und wussten Sie schon, dass 70% unserer…
Blogpost weiterlesen: „Insektenhotel“ oder „Nisthilfen“ – wie helfen wir Bienen wirklich?

Riesenschlupfwespe an einem Holzzaun

Exkursionen mit Biodiversitätsbotschafter/-innen

Nachdem die PH Karlsruhe die Weiterbildung NaDiQuAk recht abrupt beendete, ohne dass noch ein Abschlusszertifikat möglich war, beschloss ich 2017, die Weiterbildung der NABU-Landesverbände Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zur Biodiversitätsbotschafterin mitzumachen. Das Projekt „Lebensader Oberrhein“ bringt die vielfältigen Landschaften im Altrheingebiet zwischen Bingen und Iffezheim näher. „Von nass bis trocken“ – auf relativ kleinem Raum finden wir eine erstaunliche biologische Vielfalt. Einige der Teilnehmer*innen bieten nun im Rahmen des NABU Karlsruhe Themen-Exkursionen an. Fast alle sind in Karlsruhe selbst (ja, da guckt Ihr! Hier gibt es nicht nur Baustellen!), ansonsten in unmittelbarer Umgebung. Die Exkursionen werden auf der Website des NABU Karlsruhe vorgestellt, auch die Anmeldung ist darüber möglich: www.nabu-ka.de/aktuelles/biodiversitaetsbotschafter/ Das Projekt Lebensader Oberrhein – Naturvielfalt von nass bis trocken hat natürlich ebenfalls eine eigene Website: https://lebensader-oberrhein.de Beitragsbild: Geknipst bei einer Exkursion im Naturschutzgebiet Hirschacker im Norden Schwetzingens. Es ist eine Schlupfwespe, die am Holzzaun nach Wirtslarven sucht, um ihre Eier abzulegen.  

Kirschlorbeerhecke

Chance vertan.

Drei Ecken weiter. Ein altes Haus. Im dazugehörigen großen Garten Sträucher, Hecken, alte Bäume. Blumenbeete. Auf Google Earth ist der Beginn des Plattmachens festgehalten, die Bäume und Sträucher im Vorgarten schon weg. Das alte Haus wurde abgerissen, das Grün weggebracht, eine riesige Baugrube entstand. Direkt nebendran eine Doppelhaushälfte. Auch hier viel Grün, alte Bäume hinten, Hecke – und ein vernachlässigtes Blumenbeet im Vorgarten. Kurz nach Beginn der Bauarbeiten nebenan auch hier Abräumen, Maschinen, Handwerker. Das Haus wurde saniert, erweitert, aufgestockt. Die Doppelhaushälfte war schneller fertig als der Neubau des Mehrfamilienhauses nebendran. Der Vorgarten wurde bepflanzt. Eine Vielfalt mit insektenfreundlichen Pflanzen. Die Stauden natürlich noch klein, aber es blühte die ganzen Monate etwas. Da hat sich jemand Gedanken gemacht. Vertrocknete Staudenstängel durften nun über Winter auf dem Beet bleiben, die Fetthenne trägt noch ihre Blütenstände. Schneeglöckchen und die ersten Krokusse blühen, die nächsten Zwiebelpflanzen schieben ihre Blätter ins Licht. Der Borretsch wird allmählich zum Humus. Wollziest. Drei unterschiedlich farbige Heuchera leuchten aus der Mitte. Mutterkraut an der Seite, und natürlich kommt auch hier das Schaumkraut als…
Blogpost weiterlesen: Chance vertan.