Autor: Susanne Butz

Zwetschgenmarmeladegläser

Schleckermaul. Zwetschgenmarmelade für fitte Faule

„Los, Sie müssen jetzt Fotos machen, wie ich den Topf ausschlecke!“, sagte die Seniorin und schrabbte mit dem Zeigefinger die letzten Reste der Marmelade raus. Sie grinste und schaute mit großen Augen in die Kamera. Wie schade, dass die Bilder nicht zur Veröffentlichung gedacht sind. Aber die Damen aus dem Betreuten Wohnen sind ja nicht von gestern. Da existieren Tablet und Smartphone und die erste Mailadresse wurde mir schon zugetragen, um die Bilder hinschicken zu können. Wir schaffen jetzt nämlich im Doppelpack, der Mann der mir den Rücken freihält, und ich. Zuhause probierte ich schon mal im Voraus, was rasch und unkompliziert mit verschiedenen Gruppen durchzuführen ist. Zwetschgenmarmelade zum Beispiel. Anstatt – so wie es sich gehört – stundenlang die Zwetschgen zu einem dicken Mus zusammenzukochen, geht das auch per Mogelpackung. Die Zwetschgen einfach mit Apfelsaft (wahlweise Rotwein) weichkochen, pürieren und mit Gelierzucker aufkochen lassen, fertig. Das duftet schon während des Kochens verführerisch, und wenn dann die ersten Schleckversuche mit den Resten getätigt werden, kommt das „Mhhhh“. Die Damen schnippelten, erzählten von früher, von Powidl…
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Rosenblüte mit Honigbiene

Höschen voll („Mind Games“ als Bienenweide)

„Bienenfreundlich“ stand auf dem Erklärbär-Schild zur „Mind Games“. Sie ist eine rosa-weiße Strauchrose mit offenen Blüten. Die Honigbiene, die sich an Pollen und Nektar gütlich tat, war vollends damit einverstanden. Ich stand da ganz schön lang und guckte zu, wie sie immer wieder die Runde in der offenen Blüte drehte. Zwischendrin flog sie auf, schob die Pollen an den Beinchen zurecht, kam wieder. Drehte erneut ihre Runde, flog auf, schob die Pollen…. Das Pollenhöschen immer praller. Mittlerweile ärgere ich mich, dass ich sie nicht gekauft habe – sie ist in Deutschland offensichtlich nicht so verbreitet. Sie wird nicht groß, Topf hätte geklappt. Und schweren Herzens hätt ich mich arrangieren können, dass sie nur leicht riecht (Rosen, die nicht duften, ey. Ey. Echt). Gut. Vielleicht komm ich doch noch mal in’s Markgräfler Land. Aber auf der Suche, wo ich sie vielleicht doch bestellen könnte, bin ich hier gelandet: Rosen für den Hummel-Himmel. www.countrygardenroses.co.uk/shop/60-Bumblebee-Heaven

Kompostwürmer in einem großen Blumentopf ausKunststoff

Nahrung für die Pflanzen – Wurmkompost

Der Regenwurm, der Regenwurm, der dreht die ganze Erde um…. Formidable Helferlein für Garten und Gärtner_in: Pflanzenabfälle sind ihre Leibspeise – und was hintenraus kommt, bester Humus. Nur: Was tun, wenn für den großen Komposter kein Platz vorhanden ist? Küchenabfälle gibt’s in  jedem Haushalt. Statt alles in die Biotonne zu geben, wäre es doch schön, seinen eigenen Dünger für die Gemüseaufzucht daheim produzieren zu lassen? Wurmkompostierung geht auch in handlich! Geschlossene (aber belüftete!) Systeme gibt es in verschiedenen Varianten – zum Selbstbauen oder zum Kauf. Und nein: Weder zieht es unerwünschte Insekten an, noch hauen die Würmer ab, noch stinkt das Ganze – sofern Sie sich an ein paar Regeln halten. Neugierig? Kommen Sie zur nächsten Veranstaltung der „Grünen Südweststadt“ in Kooperation mit dem Quartiersprojekt Südweststadt: Wir treffen uns am Sonntag, 3. Juli 2016 um 14 Uhr im Mitmach-Laden Südwest des Badischen Landesvereins für Innere Mission in der Mathystraße 12, Karlsruhe-Südweststadt. Ich bringe so eine kleine Humusfarm mit Eisenia foetida – dem Kompostwurm – mit. Vielleicht haben Sie Lust, es nachzumachen? Viele von Ihnen kennen…
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Hummel auf Geißklee

Bei der Gräfin

Wie ich ohne Internet vor 25 Jahren von der „Gräfin von Zeppelin“ erfahren und den Weg hingefunden hatte, frag ich mich schon. Aber nun, ich hatte damals hingefunden, zur Staudengärtnerei der „Iris-Gräfin“ in Sulzburg-Laufen. Damals wie heute nicht zur „richtigen“ Zeit, denn ihre beiden Spezialitäten Pfingstrosen und Iris sind bereits verblüht. Trotzdem gibt es ordentlich zu gucken, zu staunen, zu grinsen. „Honigkuchenpferd“ wurde ich kommentiert, aber na gut. Vor’m breiten Einkauf bewahrte mich, dass sowieso nirgends mehr Platz wäre. Wie gut, dass sich phantasieren lässt. Geld lässt sich jedoch prima im Shop mit Buchladen und allerlei Gartenkram sowie im Liliencafé lassen. Wunderbarster Birne-Schmand-Kuchen (wie früher in Freiburg im Stühlinger, im Café um die Ecke), guter Kaffee. So lässt sich der immer wiederkehrende Regen auf’s Trefflichste aussitzen. Letztendlich macht Regen nix, Frau besitzt die passende Kleidung, für’s Knipsen nen Schirmträger und für gar zu verdunkelte Bilder die Software. Wer die Staudengärtnerei selbst besuchen möchte: Sie liegt in Südbaden/Markgräflerland, in Sulzburg-Laufen. Dort, wo die Deutsche Weinkönigin 2015 herstammt, Josefine Schlumberger. Aktuelles, Gartenratgeber, Angebote und den Katalog finden…
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bepflanzte Baumscheibe mit Stauden und einem Schild "Hier ist kein Hundeklo!"

Kleine Gärtchen auf den Baumscheiben

„Straßenbegleitgrün“ – das ist der Fachbegriff für bepflanzte Flächen am Straßenrand, in der Mitte eines Kreisverkehrs, zwischen Parkbuchten. „Grünbeton“, nennt ein Kollege das robuste Dickicht, das zäh und unbeirrt Autoabgase, Staub, Hundekot, abgestellte Fahrräder und hingeworfenen Sperrmüll verkraftet. „Baumscheibenbepflanzung“ ist die etwas poetischere Bezeichnung für das Bemühen, das kleine Fleckchen Grün etwas persönlicher zu gestalten. Und die Baumscheibenbepflanzung ist das Thema für unsere nächste Veranstaltung der „Grünen Südweststadt“ in Kooperation mit dem Quartiersprojekt Südweststadt! Achtung! Neuer Ort: Am Sonntag, 29.5.2016 um 14 Uhr treffen wir uns nämlich vor dem neuen Quartiersladen in der Mathystraße 12. Der Badische Landesverein für Innere Mission, Träger des Quartiersprojekts Südweststadt, eröffnet im Juni hier einen Treffpunkt für die Nachbarschaft. Was liegt also näher, als direkt vor Ort an einem Grünstreifen aufzuzeigen, was bei einer Bepflanzung am Straßenrand zu beachten ist? Bitte bringen Sie mit: Handschuhe, falls Sie ein bisschen mitbuddeln wollen Fotos Ihrer eigenen Baumscheibenbepflanzung, falls Sie schon aktiv sind gute Laune und vielleicht ein kleines Klapphöckerchen, da wir dort noch keine Stühle haben werden. Die Veranstaltung ist kostenlos. Ich…
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Ein Eimer, darauf gekeimte Kartoffeln, Erdesack, großer Topf mit Erde und Kartoffeltrieben, Kaffeesack aus Jute

Kartoffeln in der Presse

Auf dem Handy ein Anruf, während ich gerade die Utensilien für „Kartoffeln in den Topf!“ richtete. Beim Rückruf niemanden erreicht, darum auf’s Geradewohl auf Band die wichtigsten Stichworte zur Veranstaltung aufgesagt. Dann rief die Nummer noch mal an – eine BNN-Redakteurin, sie wollte gerne kommen und berichten. Hupps. Oh. Das zweite Hupps, als ein Mann mit schwerem Gerät erschien – der Fotograf. Ey. Und ich hab erst diese Woche den dringend benötigten Friseurtermin. „Waldschrat“ wurde aus gut unterrichteten familiären Kreisen kommentiert. Danke aber auch. Aber ein herzliches Danke der Redakteurin, sie hat sehr gut die Stimmung erfasst, die wir gestern im Bürgerzentrum hatten. Die Damen und Herren wollten gar nicht mehr gehen…. Artikel BNN vom 9.5.2016 „Kaffeesatz hilft gegen Schneckenplage“ (PDF) (mit freundlicher Genehmigung der Redakteurin).

Weinberg: Links Reihen, die mit Unkrautvernichtungsmitteln gespritzt wurden, rechts Reihen, die mit Gründüngung gepflanzt wurden

Weinbergkontraste

Oberhalb von Wachenheim, Richtung Forst, wechseln sich auf einem sonnigen Stück Weinlage Winzer der Winzergenossenschaft mit VDP-Winzern (Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter e. V.)  ab. Der Boden bzw. der Bewuchs unter den Reb-Reihen der Genossenschaftwinzer sieht nicht schön aus: vertrocknet, verbrannt. Ich tippe auf Unkrautvernichter. Anzunehmen: Glyphosat. Der Boden des herkömmlich arbeitenden VDP-Winzers ist grün. Der Boden des biodynamisch arbeitenden VDP-Winzers mit Gründüngung besät. Hier blüht und summt es: Phazelia, Klee, Ringelblume; auch Löwenzahn, Kleiner Wiesenknopf und einiges mehr. Interessant find ich die Grenzreihen zwischen den Unkrautvernichtern und den Gründüngungsverfechtern (siehe Beitragsfoto). Es gibt hinreichend Diskussionen wegen Glyphosat und die Wirkungen. Was macht der Biowinzer nun mit der direkt anschließenden Reihe? Ich bekäme wohl Pickel vor Ärger, wenn ich mich um das Bodenleben bemühe und nebenan wird kurzer Prozess gemacht. Vermutlich ist mir die Spritzerei deswegen aufgefallen, weil vor einiger Zeit ein Pfälzer Winzer auf seiner Facebookseite sich über seinen Rebnachbarn ärgerte, der eine seiner Reihen „mitbehandelte“, bevor er seinen Irrtum bemerkte: www.facebook.com/LukasKrauss.MannmitHut/photos/a.107583559271950.9263.106257946071178/1218629164834045/?type=3&theater Die Kombination „Unkrautvernichtung Boden Weinreben“ bei der Suchmaschine liefert einige interessante Artikel, u.a.…
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Tonhexe zwischen Russischem Borretsch

Grüne Veranstaltungen in Karlsruhe im Mai

Ein Spatz, der in den Himbeeren einen zweiten kräftig ausschimpft, ein Grünfink, der Same für Same vom Löwenzahn abpickt und verspeist, die im Mistelnest hockende Krähe, die Ewigkeiten lang „krah“ [Pause] „krah“ [Pause] „krah“ [Pause] „krah“ ruft, die Katze, die schon wieder heftig im Beet nach der Mäusefamilie buddelt, – OK, es gibt im Mai noch mehr Veranstaltungen als diese Privatvorstellung im frühmorgendlichen Garten an der Alb: Ob in der Waldstadt, in Stupferich, Rüppurr, Durlach… im Mai 2016 öffnen viele Privatgärten Karlsruhes im Rahmen der „Offenen Pforte 2016“. Im Vorgarten oder großen Hausgarten, im Hof oder in der Kleingartenanlage: Karlsruhe ist leidenschaftlich dabei. PDF mit den Terminen (die Broschüre liegt an vielen Stellen auch aus): www.karlsruhe.de/b3/freizeit/gruenflaechen/offene_pforte/HF_sections/content/ZZmZIM0bBAzyet/ZZmZIMcbGIQO6U/offene-pforte-broschuere-2016.pdf Leider ist die Führung Mordspflanzen am 8. Mai 2016 im Botanischen Garten des KIT bereits ausgebucht. Aber vielleicht wiederholt Dr. Max Seyfried ja seine Anschauungen über „Giftpflanzen, literarische Giftmorde und andere botanische Fatalitäten“. PDF mit weiteren Veranstaltungen im Botanischen Garten des KIT: www.botanik.kit.edu/garten/downloads/Fuehrungen_2016_01_Fruehjahr.pdf Warum nicht auch mal Werbung für ein Seminar bei NaDiQuAk machen? Schließlich sind die Module auch Interessierten zugänglich,…
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links: eine Kartoffel liegt auf Pflanzerde in einem Topf. Rechts: verschiedene Sorten Pflanzkartoffeln.

Kartoffeln in den Topf!

Es geht weiter mit der Grünen Südweststadt: Am Sonntag, 8.5.2016 treffen wir uns um 14 Uhr wieder im Bürgerzentrum Südweststadt in der Redtenbacherstraße. Hauptthema: Kartoffeln in den Topf! Denn für eine kleine Kartoffelernte lässt es sich auch mit Kübel oder Eimer experimentieren. Sie können dazu eine Kartoffel aus Ihrer Küche nehmen – am besten eine, die bereits gekeimt hat. Oder Sie kommen am 8. Mai zu uns: Denn ich bringe vier Sorten mit, die Sie vermutlich noch nie im Supermarkt gesehen haben: Adretta (ockerfarbene Schale, mehlig) Desirée (rote Schale, vorwiegend festkochend) Nicola (gelbe Schale, festkochend) Blaue Schweden (dunkelblaue Schale, blauviolettes Fleisch, vorwiegend festkochend). Ich zeige Ihnen, wie Sie vorgehen können für Ihre kleine, feine Ernte. Und was machen wir sonst? Am 16. Mai sind die Eisheiligen vorbei. Das ist der Startpunkt für wärmeliebende Pflanzen und Gemüse. Tomaten, Paprika, Kürbis, Zucchini dürfen endlich raus. Wie Sie sie gut für die Frischluftsaison vorbereiten, erfahren Sie ebenfalls am Sonntag. Ihre Aussaat war erfolgreich und Sie haben viel mehr Tomatensämlinge als Platz? Aber dafür hätten Sie gerne Paprika, die…
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Collage: Hände, die die Erde kneten, viele Eimer und ein paar Samenkugeln, eine Eierschachtel voll mit Samenkugeln

Jede Menge Samenkugeln

Menschen, die begeistert Geschichten von Hummeln berichten. Seniorinnen, die von ihrem Garten erzählen und viele Fotos davon mitbringen. Gartenfreundinnen, die Saatgut aus ihrem Garten verschenken. Das ist der eigentliche Charme der Veranstaltungen der „Grünen Südweststadt“, die in Kooperation mit dem Quartiersprojekt Südweststadt stattfinden: Die Menschen entdecken gemeinsame Themen, kommen ins Gespräch und in den Kontakt zueinander. Haben Spaß zusammen und geben ihre Erfahrungen weiter. Generationenübergreifend. So wie dieses Mal, als die jüngste Teilnehmerin 8 und die älteste 85 Jahre alt war. Und ein Seniorenpaar extra aus Daxlanden angeradelt kam. Manchmal lernen auch die noch etwas, die sich schon gut auskennen. Hummeln können nicht mit allen Blüten etwas anfangen? Was pflanze ich denn dann am besten? Begonien, Petunien, Geranien – oder doch eher Fingerhut, Hornklee und Günsel? Hummeln und andere Wildbienen haben da eine eindeutige Meinung. Die gängige Balkonbepflanzung ist für sie nutzlos. Auch in gefüllten Sorten von Sonnenblumen, Rosen oder Dahlien finden sie wenig oder gar keinen Pollen bzw. Nektar. Da rätselten alle gemeinsam bei „Lasst Hummeln futtern!“, was bei den fleißigen Bestäuberinnen stattdessen gut…
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