Alle Artikel in: Gärtnern

Schaumkraut im Beet

Ist das Natur – oder kann das weg?

Früher war alles einfacher: Rasen wird wöchentlich gemäht, Wegfugen ausgekratzt, Beete unkrautfrei gehalten und im Herbst wird alles abgeräumt. Mit einem zunehmend wacheren Blick für die Natur und die Umwelt halten wir bei der „Schwäbischen Kehrwoche im Garten“ öfter mal inne. Hat das Moos im Rasen vielleicht einen Nutzen? Warum sitzen auf dem Löwenzahn Bienen? Sieht das Zimbelkraut in den Pflasterfugen nicht eigentlich hübsch aus? Innehalten und einfach mal wachsen zu lassen bedeutet aber nicht, nun komplett die Füße hochzulegen: War das mit der Kanadischen Goldrute im Garten wirklich eine gute Idee? Ist der Kirschlorbeer, den die Vögel dank gefressener Samen weit verbreiten, nun Fluch oder Segen? Der Vortrag möchte dazu anregen, die Natur im Garten und am Gehwegrand bewusster wahrzunehmen. Etwas mehr Gelassenheit mit den Dingen, die sie uns beschert, bringt so manche spannende Erfahrung. Kommen Sie zum nächsten Mitmach-Vortrag der Reihe „Natur − und du?“ des Quartiersprojekts Südweststadt. Am Sonntag, 23. Juni 2019 treffen wir uns um 14 Uhr im Mitmach-Laden Südwest, Mathystraße 12, 76133 Karlsruhe.

Krokusse

Same procedure: Es blüht hier zu wenig, verflixt noch mal!

Es ist doch immer dasselbe: Winter gibt’s kaum noch, die Temperaturen ungewöhnlich hoch, die Sonne scheint, zwei, drei Frühjahrsblüher beginnen ihre Farbe in das triste Graubraun zu strecken, die ersten neugierigen Insektennasen kommen aus ihrem Winterquartier und ich denk: So ne Scheiße, hier blüht einfach zu wenig. Da sind ein paar Krokusse, ein paar zögerliche Schneeglöckchen, der Winterling scheint offensichtlich das vergangene Jahr nicht überlebt zu haben, und ach guck, der Huflattich ist wohl angewachsen, zeigt aber auch nur zwei spärliche Blütchen. Aber Hauptsache, der Zitronenfalter flattert schon mal rum, die ersten Hummeln – und was bitte, macht die Holzbiene denn jetzt schon hier? HIER BLÜHT DOCH QUASI NOCH NIX! Einige warme Tage später ploppen die Krokusse, ploppen die Schneeglöckchen und zeigt der Winterling, dass er einfach nur etwas mehr Zeit brauchte, aber doch brav da ist und sogar ein bisschen seine Samen ausgebreitet hatte. In der etwas wärmeren Innenstadt kommen auch schon die Salweiden mit ihren Kätzchen, die Kornelkirsche strahlt gelb an der Alb entlang (die viiiiiel bessere Alternative zur Forsythie, die keinem Tier…
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Biene, voll mit Pollen, im Anflug zur Löwenzahnblüte

„Insektenhotel“ oder „Nisthilfen“ – wie helfen wir Bienen wirklich?

Veranstaltung im Quartiersprojekt Südweststadt Sonntag, 06.05.2018, 14 Uhr Mitmach-Laden Südwest, Mathystraße 12, Karlsruhe-Südweststadt Sie sind niedlich anzusehen, dank Anleitungen in Büchern und im Internet sind sie einfach nach zu basteln – und wer nicht das Talent hat, Kiefernzapfen und Strohknäuel hinter Hasendraht zu sperren, bekommt eine hübsche Auswahl in Baumärkten und Gartencentern: Insektenhotels. Sie sind schwer in Mode. Wer möchte nicht den Insekten helfen? Wir lesen und hören immer wieder, dass der Bestand an Bienen, Schmetterlingen und Käfern massiv abgenommen hat. Und damit auch die Nahrungsgrundlage unserer Singvögel, unserer Igel, unserer Fledermäuse. Auch die Bestäubung zahlreicher Obst- und Gemüsepflanzen ist gefährdet. Doch wer sich näher mit den Bedürfnissen dieser Insekten beschäftigt, merkt, dass mit diesen Insektenhotels – womöglich noch inmitten eines sauberen Kiesgartens – nicht viel geholfen ist. Wenn Käfer normalerweise in Totholz, verrottendem Laub und in der Erde leben, dann sind Kiefernzapfen kein attraktives Angebot. Wenn manche unserer Wildbienen in sauber ausgenagten Käfergängen in Hartholz nisten, dann sind Löcher in schnell aufquellendem Weichholz nur die vierte Wahl. Und wussten Sie schon, dass 70% unserer…
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Kirschlorbeerhecke

Chance vertan.

Drei Ecken weiter. Ein altes Haus. Im dazugehörigen großen Garten Sträucher, Hecken, alte Bäume. Blumenbeete. Auf Google Earth ist der Beginn des Plattmachens festgehalten, die Bäume und Sträucher im Vorgarten schon weg. Das alte Haus wurde abgerissen, das Grün weggebracht, eine riesige Baugrube entstand. Direkt nebendran eine Doppelhaushälfte. Auch hier viel Grün, alte Bäume hinten, Hecke – und ein vernachlässigtes Blumenbeet im Vorgarten. Kurz nach Beginn der Bauarbeiten nebenan auch hier Abräumen, Maschinen, Handwerker. Das Haus wurde saniert, erweitert, aufgestockt. Die Doppelhaushälfte war schneller fertig als der Neubau des Mehrfamilienhauses nebendran. Der Vorgarten wurde bepflanzt. Eine Vielfalt mit insektenfreundlichen Pflanzen. Die Stauden natürlich noch klein, aber es blühte die ganzen Monate etwas. Da hat sich jemand Gedanken gemacht. Vertrocknete Staudenstängel durften nun über Winter auf dem Beet bleiben, die Fetthenne trägt noch ihre Blütenstände. Schneeglöckchen und die ersten Krokusse blühen, die nächsten Zwiebelpflanzen schieben ihre Blätter ins Licht. Der Borretsch wird allmählich zum Humus. Wollziest. Drei unterschiedlich farbige Heuchera leuchten aus der Mitte. Mutterkraut an der Seite, und natürlich kommt auch hier das Schaumkraut als…
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Hornveilchen, lila-weiße Blüte

Boah, blühen die lang (Trockenheitsprofitierungsgedöns)

Dass das diesjährige Frühjahr so sehr trocken war, hat eine äußerst erfreuliche Seite: Wenig Schnecken. Nicht wie sonst hunderterweise bei der morgendlichen Absammelei. Nicht wie sonst am besten zweimal am Tag in die Astern gucken, damit die überhaupt eine Chance haben. Tatsächlich kommen die Ringelblumen ungeschützt über ihr Keimstadium hinaus. Selbst nach einigen Regentagen habe ich erst jetzt mehrere Exemplare ihrem Nahrungsziel entnehmen müssen – davor tauchte vereinzelt mal eine auf. Und die erstaunlichste Erkenntnis: Wenn Sie dürfen, wie sie wollen und können – dann blühen Hornveilchen ja echt superlange! Vielleicht ist der einzige Vorteil des zur Trockenheit und Hitze neigenden Klimawandels: Weniger Schnecken. Ich träume mal von einem bunten Hornveilchenbeet, monatelang eine Blüte nach der anderen schiebend. Gaissmayer, meine Finger zucken schon vor Klickbegier.

Biene auf Oreganoblüte

Es summt!

Kiesgärten sind ja in. Zwei Häuser weiter, zum Beispiel: Einmal rosamelierter Vorgarten, einmal ursprünglich knallweißer, jetzt vergrauter Kies. Vermutlich, um Arbeit zu sparen – aber Laub und Dreck sammeln sich trotzdem. Schön ist das nicht. Gartenzeitschriften wie „Mein schöner Garten“ erklären, wie tote Steinwüste geht und bekommen 119 Facebook-Likes. Ich sitz hingegen auf meiner Terrasse, kann beobachten, wie die Blattschneiderbiene einen der Blumenkästen als Nistplatz aussucht. Wie die Stieglitze den verblühten Rauen Löwenzahn im Nachbarsgarten gemütlich verputzen. Bestaune das Geschwirre um Oregano, Minze und Borretsch, die sich im Garten überall ausbreiten. Ich freue mich am Getummel im Mohn. Und freue mich über die Farben. Welch winzige Wildbienen es gibt! Feldwespen holen sich in den bereitgestellten Tellern Wasser für Nestbau und Brutpflege. Im Kasten mit dem Verlängerungskabel hat sich ein recht friedliches Wespenvolk eingenistet. Vermutlich die Mittlere Wespe, sie macht mir nicht den Gefallen, mal ruhig den Kopf zu zeigen. Und bin jedesmal über die Lautstärke der zahlreichen Honigbienen im Wilden Wein erstaunt. Da geht’s aber ab! Im Frühjahr flatterten Aurorafalter (auf der anderen Albseite wächst…
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Rosenblüte mit Honigbiene

Höschen voll („Mind Games“ als Bienenweide)

„Bienenfreundlich“ stand auf dem Erklärbär-Schild zur „Mind Games“. Sie ist eine rosa-weiße Strauchrose mit offenen Blüten. Die Honigbiene, die sich an Pollen und Nektar gütlich tat, war vollends damit einverstanden. Ich stand da ganz schön lang und guckte zu, wie sie immer wieder die Runde in der offenen Blüte drehte. Zwischendrin flog sie auf, schob die Pollen an den Beinchen zurecht, kam wieder. Drehte erneut ihre Runde, flog auf, schob die Pollen…. Das Pollenhöschen immer praller. Mittlerweile ärgere ich mich, dass ich sie nicht gekauft habe – sie ist in Deutschland offensichtlich nicht so verbreitet. Sie wird nicht groß, Topf hätte geklappt. Und schweren Herzens hätt ich mich arrangieren können, dass sie nur leicht riecht (Rosen, die nicht duften, ey. Ey. Echt). Gut. Vielleicht komm ich doch noch mal in’s Markgräfler Land. Aber auf der Suche, wo ich sie vielleicht doch bestellen könnte, bin ich hier gelandet: Rosen für den Hummel-Himmel. www.countrygardenroses.co.uk/shop/60-Bumblebee-Heaven

Kompostwürmer in einem großen Blumentopf ausKunststoff

Nahrung für die Pflanzen – Wurmkompost

Der Regenwurm, der Regenwurm, der dreht die ganze Erde um…. Formidable Helferlein für Garten und Gärtner_in: Pflanzenabfälle sind ihre Leibspeise – und was hintenraus kommt, bester Humus. Nur: Was tun, wenn für den großen Komposter kein Platz vorhanden ist? Küchenabfälle gibt’s in  jedem Haushalt. Statt alles in die Biotonne zu geben, wäre es doch schön, seinen eigenen Dünger für die Gemüseaufzucht daheim produzieren zu lassen? Wurmkompostierung geht auch in handlich! Geschlossene (aber belüftete!) Systeme gibt es in verschiedenen Varianten – zum Selbstbauen oder zum Kauf. Und nein: Weder zieht es unerwünschte Insekten an, noch hauen die Würmer ab, noch stinkt das Ganze – sofern Sie sich an ein paar Regeln halten. Neugierig? Kommen Sie zur nächsten Veranstaltung der „Grünen Südweststadt“ in Kooperation mit dem Quartiersprojekt Südweststadt: Wir treffen uns am Sonntag, 3. Juli 2016 um 14 Uhr im Mitmach-Laden Südwest des Badischen Landesvereins für Innere Mission in der Mathystraße 12, Karlsruhe-Südweststadt. Ich bringe so eine kleine Humusfarm mit Eisenia foetida – dem Kompostwurm – mit. Vielleicht haben Sie Lust, es nachzumachen? Viele von Ihnen kennen…
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Hummel auf Geißklee

Bei der Gräfin

Wie ich ohne Internet vor 25 Jahren von der „Gräfin von Zeppelin“ erfahren und den Weg hingefunden hatte, frag ich mich schon. Aber nun, ich hatte damals hingefunden, zur Staudengärtnerei der „Iris-Gräfin“ in Sulzburg-Laufen. Damals wie heute nicht zur „richtigen“ Zeit, denn ihre beiden Spezialitäten Pfingstrosen und Iris sind bereits verblüht. Trotzdem gibt es ordentlich zu gucken, zu staunen, zu grinsen. „Honigkuchenpferd“ wurde ich kommentiert, aber na gut. Vor’m breiten Einkauf bewahrte mich, dass sowieso nirgends mehr Platz wäre. Wie gut, dass sich phantasieren lässt. Geld lässt sich jedoch prima im Shop mit Buchladen und allerlei Gartenkram sowie im Liliencafé lassen. Wunderbarster Birne-Schmand-Kuchen (wie früher in Freiburg im Stühlinger, im Café um die Ecke), guter Kaffee. So lässt sich der immer wiederkehrende Regen auf’s Trefflichste aussitzen. Letztendlich macht Regen nix, Frau besitzt die passende Kleidung, für’s Knipsen nen Schirmträger und für gar zu verdunkelte Bilder die Software. Wer die Staudengärtnerei selbst besuchen möchte: Sie liegt in Südbaden/Markgräflerland, in Sulzburg-Laufen. Dort, wo die Deutsche Weinkönigin 2015 herstammt, Josefine Schlumberger. Aktuelles, Gartenratgeber, Angebote und den Katalog finden…
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links: eine Kartoffel liegt auf Pflanzerde in einem Topf. Rechts: verschiedene Sorten Pflanzkartoffeln.

Kartoffeln in den Topf!

Es geht weiter mit der Grünen Südweststadt: Am Sonntag, 8.5.2016 treffen wir uns um 14 Uhr wieder im Bürgerzentrum Südweststadt in der Redtenbacherstraße. Hauptthema: Kartoffeln in den Topf! Denn für eine kleine Kartoffelernte lässt es sich auch mit Kübel oder Eimer experimentieren. Sie können dazu eine Kartoffel aus Ihrer Küche nehmen – am besten eine, die bereits gekeimt hat. Oder Sie kommen am 8. Mai zu uns: Denn ich bringe vier Sorten mit, die Sie vermutlich noch nie im Supermarkt gesehen haben: Adretta (ockerfarbene Schale, mehlig) Desirée (rote Schale, vorwiegend festkochend) Nicola (gelbe Schale, festkochend) Blaue Schweden (dunkelblaue Schale, blauviolettes Fleisch, vorwiegend festkochend). Ich zeige Ihnen, wie Sie vorgehen können für Ihre kleine, feine Ernte. Und was machen wir sonst? Am 16. Mai sind die Eisheiligen vorbei. Das ist der Startpunkt für wärmeliebende Pflanzen und Gemüse. Tomaten, Paprika, Kürbis, Zucchini dürfen endlich raus. Wie Sie sie gut für die Frischluftsaison vorbereiten, erfahren Sie ebenfalls am Sonntag. Ihre Aussaat war erfolgreich und Sie haben viel mehr Tomatensämlinge als Platz? Aber dafür hätten Sie gerne Paprika, die…
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