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Weinberg: Links Reihen, die mit Unkrautvernichtungsmitteln gespritzt wurden, rechts Reihen, die mit Gründüngung gepflanzt wurden

Weinbergkontraste

Oberhalb von Wachenheim, Richtung Forst, wechseln sich auf einem sonnigen Stück Weinlage Winzer der Winzergenossenschaft mit VDP-Winzern (Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter e. V.)  ab. Der Boden bzw. der Bewuchs unter den Reb-Reihen der Genossenschaftwinzer sieht nicht schön aus: vertrocknet, verbrannt. Ich tippe auf Unkrautvernichter. Anzunehmen: Glyphosat. Der Boden des herkömmlich arbeitenden VDP-Winzers ist grün. Der Boden des biodynamisch arbeitenden VDP-Winzers mit Gründüngung besät. Hier blüht und summt es: Phazelia, Klee, Ringelblume; auch Löwenzahn, Kleiner Wiesenknopf und einiges mehr. Interessant find ich die Grenzreihen zwischen den Unkrautvernichtern und den Gründüngungsverfechtern (siehe Beitragsfoto). Es gibt hinreichend Diskussionen wegen Glyphosat und die Wirkungen. Was macht der Biowinzer nun mit der direkt anschließenden Reihe? Ich bekäme wohl Pickel vor Ärger, wenn ich mich um das Bodenleben bemühe und nebenan wird kurzer Prozess gemacht. Vermutlich ist mir die Spritzerei deswegen aufgefallen, weil vor einiger Zeit ein Pfälzer Winzer auf seiner Facebookseite sich über seinen Rebnachbarn ärgerte, der eine seiner Reihen „mitbehandelte“, bevor er seinen Irrtum bemerkte: www.facebook.com/LukasKrauss.MannmitHut/photos/a.107583559271950.9263.106257946071178/1218629164834045/?type=3&theater Die Kombination „Unkrautvernichtung Boden Weinreben“ bei der Suchmaschine liefert einige interessante Artikel, u.a.…
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in Plastik eingeschweißte Telefonbücher

Jetzt nehmt doch endlich so ein verdammtes Telefonbuch!

… scheint sich der hiesige Telefonbuchverlag zu denken. Zu Zeiten, als es nur Festnetztelefone und ein Telefonmonopol mit einem einzigen Anbieter gab; als jedes Ortsgespräch kostete und eine Fernbeziehung Niedersachsen – Baden horrende Summen in der Telefonrechnung aufwiesen – zu diesen Zeiten waren Telefonbücher knappst gehaltene Güter. Es gab genau eins, das mit der Postkarte im Briefkasten abgeholt werden durfte. Eins. Nicht mehr. Und wenn du zwischendrin umgezogen bist, das Ding irgendwie abhanden gekommen ist oder der Hund drauf gepinkelt hat. Pech aber auch. Dann kamen die Mobiltelefone, dann kam dieses Internet – das Interesse der Bevölkerung an den gedruckten Schwarten schien nach und nach zu sinken. MACHT NIX, sagt der hiesige Telefonbuchverlag. WIR DRUCKEN! Anzeigen lassen sich schließlich besser verkaufen, wenn die Auflagenhöhe stimmt, und die Auflagenhöhe, wer kürzt schon die Auflagenhöhe.