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Riesenschlupfwespe an einem Holzzaun

Exkursionen mit Biodiversitätsbotschafter/-innen

Nachdem die PH Karlsruhe die Weiterbildung NaDiQuAk recht abrupt beendete, ohne dass noch ein Abschlusszertifikat möglich war, beschloss ich 2017, die Weiterbildung der NABU-Landesverbände Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zur Biodiversitätsbotschafterin mitzumachen. Das Projekt „Lebensader Oberrhein“ bringt die vielfältigen Landschaften im Altrheingebiet zwischen Bingen und Iffezheim näher. „Von nass bis trocken“ – auf relativ kleinem Raum finden wir eine erstaunliche biologische Vielfalt. Einige der Teilnehmer*innen bieten nun im Rahmen des NABU Karlsruhe Themen-Exkursionen an. Fast alle sind in Karlsruhe selbst (ja, da guckt Ihr! Hier gibt es nicht nur Baustellen!), ansonsten in unmittelbarer Umgebung. Die Exkursionen werden auf der Website des NABU Karlsruhe vorgestellt, auch die Anmeldung ist darüber möglich: www.nabu-ka.de/aktuelles/biodiversitaetsbotschafter/ Das Projekt Lebensader Oberrhein – Naturvielfalt von nass bis trocken hat natürlich ebenfalls eine eigene Website: https://lebensader-oberrhein.de Beitragsbild: Geknipst bei einer Exkursion im Naturschutzgebiet Hirschacker im Norden Schwetzingens. Es ist eine Schlupfwespe, die am Holzzaun nach Wirtslarven sucht, um ihre Eier abzulegen.  

Kirschlorbeerhecke

Chance vertan.

Drei Ecken weiter. Ein altes Haus. Im dazugehörigen großen Garten Sträucher, Hecken, alte Bäume. Blumenbeete. Auf Google Earth ist der Beginn des Plattmachens festgehalten, die Bäume und Sträucher im Vorgarten schon weg. Das alte Haus wurde abgerissen, das Grün weggebracht, eine riesige Baugrube entstand. Direkt nebendran eine Doppelhaushälfte. Auch hier viel Grün, alte Bäume hinten, Hecke – und ein vernachlässigtes Blumenbeet im Vorgarten. Kurz nach Beginn der Bauarbeiten nebenan auch hier Abräumen, Maschinen, Handwerker. Das Haus wurde saniert, erweitert, aufgestockt. Die Doppelhaushälfte war schneller fertig als der Neubau des Mehrfamilienhauses nebendran. Der Vorgarten wurde bepflanzt. Eine Vielfalt mit insektenfreundlichen Pflanzen. Die Stauden natürlich noch klein, aber es blühte die ganzen Monate etwas. Da hat sich jemand Gedanken gemacht. Vertrocknete Staudenstängel durften nun über Winter auf dem Beet bleiben, die Fetthenne trägt noch ihre Blütenstände. Schneeglöckchen und die ersten Krokusse blühen, die nächsten Zwiebelpflanzen schieben ihre Blätter ins Licht. Der Borretsch wird allmählich zum Humus. Wollziest. Drei unterschiedlich farbige Heuchera leuchten aus der Mitte. Mutterkraut an der Seite, und natürlich kommt auch hier das Schaumkraut als…
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Weinberg: Links Reihen, die mit Unkrautvernichtungsmitteln gespritzt wurden, rechts Reihen, die mit Gründüngung gepflanzt wurden

Weinbergkontraste

Oberhalb von Wachenheim, Richtung Forst, wechseln sich auf einem sonnigen Stück Weinlage Winzer der Winzergenossenschaft mit VDP-Winzern (Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter e. V.)  ab. Der Boden bzw. der Bewuchs unter den Reb-Reihen der Genossenschaftwinzer sieht nicht schön aus: vertrocknet, verbrannt. Ich tippe auf Unkrautvernichter. Anzunehmen: Glyphosat. Der Boden des herkömmlich arbeitenden VDP-Winzers ist grün. Der Boden des biodynamisch arbeitenden VDP-Winzers mit Gründüngung besät. Hier blüht und summt es: Phazelia, Klee, Ringelblume; auch Löwenzahn, Kleiner Wiesenknopf und einiges mehr. Interessant find ich die Grenzreihen zwischen den Unkrautvernichtern und den Gründüngungsverfechtern (siehe Beitragsfoto). Es gibt hinreichend Diskussionen wegen Glyphosat und die Wirkungen. Was macht der Biowinzer nun mit der direkt anschließenden Reihe? Ich bekäme wohl Pickel vor Ärger, wenn ich mich um das Bodenleben bemühe und nebenan wird kurzer Prozess gemacht. Vermutlich ist mir die Spritzerei deswegen aufgefallen, weil vor einiger Zeit ein Pfälzer Winzer auf seiner Facebookseite sich über seinen Rebnachbarn ärgerte, der eine seiner Reihen „mitbehandelte“, bevor er seinen Irrtum bemerkte: www.facebook.com/LukasKrauss.MannmitHut/photos/a.107583559271950.9263.106257946071178/1218629164834045/?type=3&theater Die Kombination „Unkrautvernichtung Boden Weinreben“ bei der Suchmaschine liefert einige interessante Artikel, u.a.…
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in Plastik eingeschweißte Telefonbücher

Jetzt nehmt doch endlich so ein verdammtes Telefonbuch!

… scheint sich der hiesige Telefonbuchverlag zu denken. Zu Zeiten, als es nur Festnetztelefone und ein Telefonmonopol mit einem einzigen Anbieter gab; als jedes Ortsgespräch kostete und eine Fernbeziehung Niedersachsen – Baden horrende Summen in der Telefonrechnung aufwiesen – zu diesen Zeiten waren Telefonbücher knappst gehaltene Güter. Es gab genau eins, das mit der Postkarte im Briefkasten abgeholt werden durfte. Eins. Nicht mehr. Und wenn du zwischendrin umgezogen bist, das Ding irgendwie abhanden gekommen ist oder der Hund drauf gepinkelt hat. Pech aber auch. Dann kamen die Mobiltelefone, dann kam dieses Internet – das Interesse der Bevölkerung an den gedruckten Schwarten schien nach und nach zu sinken. MACHT NIX, sagt der hiesige Telefonbuchverlag. WIR DRUCKEN! Anzeigen lassen sich schließlich besser verkaufen, wenn die Auflagenhöhe stimmt, und die Auflagenhöhe, wer kürzt schon die Auflagenhöhe.