Alle Artikel in: Stadtgärtnern

Der naturnahe Garten im Herbst und Winter – Vortrag bei „GrüneLunge im Dialog“

Jetzt ist die Zeit, in der die meisten Gärten „winterfest“ gemacht werden. Es wird geschnippelt, aufgeräumt, verbrannt, weggefahren. Dabei kann der kalten Jahreszeit sehr viel gelassener entgegengeblickt werden. Mit einem entspannteren Blick ersparen wir uns nicht nur viel Mühe, sondern helfen auch, die Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen zu unterstützen. Stehengelassene Staudenstängel und liegengebliebenes Laub können Kinderstube und Überwinterungsplatz von Insekten, Fröschen, Igeln sein. Blumensamen picken Stieglitz und Sumpfmeise oft lieber als vom Futterhäuschen. Und der Frost über den verdorrten Pflanzen zaubert strukturreiche Bilder. Am 23. Oktober 2019, 19:00 – 21:00 Uhr erzähle ich im Rahmen des Projekts „GrüneLunge im Dialog“, wie wir mit unserem „Nichthandeln“ im Herbst und Winter die Insekten- und Naturvielfalt im Garten fördern können. Der Vortrag findet im Bürgersaal des Technischen Rathauses in Rheinstetten statt, der Eintritt ist frei. Einladung zum Vortrag als PDF, 2,5 MB Mit der Kampagne Naturnah Gärtnern – Für Mensch, Tier & Klima möchte das Projekt GrüneLunge im Dialog Bürger*innen in der Stadt Rheinstetten motivieren, den eigenen Garten naturnah zu gestalten. Das Projekt organisiert u.a. in den nächsten zwei…
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Winterlinge

Es wird durchgeblüht – für uns und für Insekten

Viele Gärten sind im Mai und Juni ein wahres Farb- und Formenfeuerwerk der Blüten, um im Juli immer weiter zu verlöschen. Nicht nur für unser Auge ist das schade – für Insekten sind die Monate mit wenig Blütenangebot schwierig.  Denn wenn die ersten frühen Wildbienen schlüpfen, benötigen sie schon im März oder gar Februar dringend Nektar. Der Juli/August ist geprägt von vielen erschöpften Hummeln unter Linden, die dort keine Nahrung mehr fanden. Und selbst im Oktober fliegen noch Arten, die sich z.B. über blühenden Efeu freuen. Viele heimische Pflanzen, die in den „Randmonaten“ blühen, sind gar nicht mehr bekannt. Dieser Vortrag möchte einige von ihnen vorstellen – damit das Zitat des berühmten Gärtners Karl Foerster auch in Ihrem Garten oder Balkon zutrifft: „Es wird durchgeblüht!“ Kommen Sie zum nächsten Vortrag der Reihe „Natur − und du?“ des Quartiersprojekts Südweststadt. Am Sonntag, 29. September 2019, treffen wir uns um 14 Uhr im Mitmach-Laden Südwest, Mathystraße 12, 76133 Karlsruhe.

Schaumkraut im Beet

Ist das Natur – oder kann das weg?

Früher war alles einfacher: Rasen wird wöchentlich gemäht, Wegfugen ausgekratzt, Beete unkrautfrei gehalten und im Herbst wird alles abgeräumt. Mit einem zunehmend wacheren Blick für die Natur und die Umwelt halten wir bei der „Schwäbischen Kehrwoche im Garten“ öfter mal inne. Hat das Moos im Rasen vielleicht einen Nutzen? Warum sitzen auf dem Löwenzahn Bienen? Sieht das Zimbelkraut in den Pflasterfugen nicht eigentlich hübsch aus? Innehalten und einfach mal wachsen zu lassen bedeutet aber nicht, nun komplett die Füße hochzulegen: War das mit der Kanadischen Goldrute im Garten wirklich eine gute Idee? Ist der Kirschlorbeer, den die Vögel dank gefressener Samen weit verbreiten, nun Fluch oder Segen? Der Vortrag möchte dazu anregen, die Natur im Garten und am Gehwegrand bewusster wahrzunehmen. Etwas mehr Gelassenheit mit den Dingen, die sie uns beschert, bringt so manche spannende Erfahrung. Kommen Sie zum nächsten Mitmach-Vortrag der Reihe „Natur − und du?“ des Quartiersprojekts Südweststadt. Am Sonntag, 23. Juni 2019 treffen wir uns um 14 Uhr im Mitmach-Laden Südwest, Mathystraße 12, 76133 Karlsruhe.

Krokusse

Same procedure: Es blüht hier zu wenig, verflixt noch mal!

Es ist doch immer dasselbe: Winter gibt’s kaum noch, die Temperaturen ungewöhnlich hoch, die Sonne scheint, zwei, drei Frühjahrsblüher beginnen ihre Farbe in das triste Graubraun zu strecken, die ersten neugierigen Insektennasen kommen aus ihrem Winterquartier und ich denk: So ne Scheiße, hier blüht einfach zu wenig. Da sind ein paar Krokusse, ein paar zögerliche Schneeglöckchen, der Winterling scheint offensichtlich das vergangene Jahr nicht überlebt zu haben, und ach guck, der Huflattich ist wohl angewachsen, zeigt aber auch nur zwei spärliche Blütchen. Aber Hauptsache, der Zitronenfalter flattert schon mal rum, die ersten Hummeln – und was bitte, macht die Holzbiene denn jetzt schon hier? HIER BLÜHT DOCH QUASI NOCH NIX! Einige warme Tage später ploppen die Krokusse, ploppen die Schneeglöckchen und zeigt der Winterling, dass er einfach nur etwas mehr Zeit brauchte, aber doch brav da ist und sogar ein bisschen seine Samen ausgebreitet hatte. In der etwas wärmeren Innenstadt kommen auch schon die Salweiden mit ihren Kätzchen, die Kornelkirsche strahlt gelb an der Alb entlang (die viiiiiel bessere Alternative zur Forsythie, die keinem Tier…
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Kirschlorbeerhecke

Chance vertan.

Drei Ecken weiter. Ein altes Haus. Im dazugehörigen großen Garten Sträucher, Hecken, alte Bäume. Blumenbeete. Auf Google Earth ist der Beginn des Plattmachens festgehalten, die Bäume und Sträucher im Vorgarten schon weg. Das alte Haus wurde abgerissen, das Grün weggebracht, eine riesige Baugrube entstand. Direkt nebendran eine Doppelhaushälfte. Auch hier viel Grün, alte Bäume hinten, Hecke – und ein vernachlässigtes Blumenbeet im Vorgarten. Kurz nach Beginn der Bauarbeiten nebenan auch hier Abräumen, Maschinen, Handwerker. Das Haus wurde saniert, erweitert, aufgestockt. Die Doppelhaushälfte war schneller fertig als der Neubau des Mehrfamilienhauses nebendran. Der Vorgarten wurde bepflanzt. Eine Vielfalt mit insektenfreundlichen Pflanzen. Die Stauden natürlich noch klein, aber es blühte die ganzen Monate etwas. Da hat sich jemand Gedanken gemacht. Vertrocknete Staudenstängel durften nun über Winter auf dem Beet bleiben, die Fetthenne trägt noch ihre Blütenstände. Schneeglöckchen und die ersten Krokusse blühen, die nächsten Zwiebelpflanzen schieben ihre Blätter ins Licht. Der Borretsch wird allmählich zum Humus. Wollziest. Drei unterschiedlich farbige Heuchera leuchten aus der Mitte. Mutterkraut an der Seite, und natürlich kommt auch hier das Schaumkraut als…
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Plätzchenform (eine Tanne) gefüllt mit Vogelfettfutter. Hängt an einem alten Fensterladen.

Vogelfutter selbst gemacht

Früher gab es im Winter Meisenknödel und ungeschälte Sonnenblumenkerne, um Vögel zu füttern. Heute bekommen Sie selbst im Drogeriemarkt und bei Discountern verschiedenste Futtermischungen und Fettknödel. Bei Raiffeisen, in Baumärkten und in manchen Gartencentern finden Sie sogar das ganze Jahr eine breite Auswahl und jede Menge Futtervorrichtungen. Getrocknete Mehlwürmer in Erdnussbutter – braucht es das? Wieso gibt es solche Preisunterschiede zwischen Discounter und Fachhandel? Warum ist selbst gemachtes Fettfutter im Zitronennetz gefährlich? Welches Für und Wider gibt es für das eingesetzte Fett? Kommen Sie zur nächsten Veranstaltung der „Grünen Südweststadt“ in Kooperation mit dem Quartiersprojekt Südweststadt zu Vogelfutter selbst gemacht! Am Sonntag, 4.12.2016, treffen wir uns wieder um 14 Uhr im Bürgerzentrum Südweststadt (Friedensheim), Redtenbacher Straße 10-14, Karlsruhe. Wir werden mit Rindertalg, einer Mischung aus Kernen, Samen und Haferflocken und einem kleinen Schuss Öl Futterplätzchen zum Aufhängen herstellen. So wissen Sie, dass Ihre Vögel gutes Futter mit viel Energie bekommen. Die Veranstaltung ist kostenlos, für das Material bitte ich um einen Kostenbeitrag. Mehr Infos? Gerne Warum überhaupt füttern? Die Meinungen, ob und wie Gartenvögel gefüttert…
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bepflanzte Baumscheibe mit Stauden und einem Schild "Hier ist kein Hundeklo!"

Kleine Gärtchen auf den Baumscheiben

„Straßenbegleitgrün“ – das ist der Fachbegriff für bepflanzte Flächen am Straßenrand, in der Mitte eines Kreisverkehrs, zwischen Parkbuchten. „Grünbeton“, nennt ein Kollege das robuste Dickicht, das zäh und unbeirrt Autoabgase, Staub, Hundekot, abgestellte Fahrräder und hingeworfenen Sperrmüll verkraftet. „Baumscheibenbepflanzung“ ist die etwas poetischere Bezeichnung für das Bemühen, das kleine Fleckchen Grün etwas persönlicher zu gestalten. Und die Baumscheibenbepflanzung ist das Thema für unsere nächste Veranstaltung der „Grünen Südweststadt“ in Kooperation mit dem Quartiersprojekt Südweststadt! Achtung! Neuer Ort: Am Sonntag, 29.5.2016 um 14 Uhr treffen wir uns nämlich vor dem neuen Quartiersladen in der Mathystraße 12. Der Badische Landesverein für Innere Mission, Träger des Quartiersprojekts Südweststadt, eröffnet im Juni hier einen Treffpunkt für die Nachbarschaft. Was liegt also näher, als direkt vor Ort an einem Grünstreifen aufzuzeigen, was bei einer Bepflanzung am Straßenrand zu beachten ist? Bitte bringen Sie mit: Handschuhe, falls Sie ein bisschen mitbuddeln wollen Fotos Ihrer eigenen Baumscheibenbepflanzung, falls Sie schon aktiv sind gute Laune und vielleicht ein kleines Klapphöckerchen, da wir dort noch keine Stühle haben werden. Die Veranstaltung ist kostenlos. Ich…
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Ein Eimer, darauf gekeimte Kartoffeln, Erdesack, großer Topf mit Erde und Kartoffeltrieben, Kaffeesack aus Jute

Kartoffeln in der Presse

Auf dem Handy ein Anruf, während ich gerade die Utensilien für „Kartoffeln in den Topf!“ richtete. Beim Rückruf niemanden erreicht, darum auf’s Geradewohl auf Band die wichtigsten Stichworte zur Veranstaltung aufgesagt. Dann rief die Nummer noch mal an – eine BNN-Redakteurin, sie wollte gerne kommen und berichten. Hupps. Oh. Das zweite Hupps, als ein Mann mit schwerem Gerät erschien – der Fotograf. Ey. Und ich hab erst diese Woche den dringend benötigten Friseurtermin. „Waldschrat“ wurde aus gut unterrichteten familiären Kreisen kommentiert. Danke aber auch. Aber ein herzliches Danke der Redakteurin, sie hat sehr gut die Stimmung erfasst, die wir gestern im Bürgerzentrum hatten. Die Damen und Herren wollten gar nicht mehr gehen…. Artikel BNN vom 9.5.2016 „Kaffeesatz hilft gegen Schneckenplage“ (PDF) (mit freundlicher Genehmigung der Redakteurin).

links: eine Kartoffel liegt auf Pflanzerde in einem Topf. Rechts: verschiedene Sorten Pflanzkartoffeln.

Kartoffeln in den Topf!

Es geht weiter mit der Grünen Südweststadt: Am Sonntag, 8.5.2016 treffen wir uns um 14 Uhr wieder im Bürgerzentrum Südweststadt in der Redtenbacherstraße. Hauptthema: Kartoffeln in den Topf! Denn für eine kleine Kartoffelernte lässt es sich auch mit Kübel oder Eimer experimentieren. Sie können dazu eine Kartoffel aus Ihrer Küche nehmen – am besten eine, die bereits gekeimt hat. Oder Sie kommen am 8. Mai zu uns: Denn ich bringe vier Sorten mit, die Sie vermutlich noch nie im Supermarkt gesehen haben: Adretta (ockerfarbene Schale, mehlig) Desirée (rote Schale, vorwiegend festkochend) Nicola (gelbe Schale, festkochend) Blaue Schweden (dunkelblaue Schale, blauviolettes Fleisch, vorwiegend festkochend). Ich zeige Ihnen, wie Sie vorgehen können für Ihre kleine, feine Ernte. Und was machen wir sonst? Am 16. Mai sind die Eisheiligen vorbei. Das ist der Startpunkt für wärmeliebende Pflanzen und Gemüse. Tomaten, Paprika, Kürbis, Zucchini dürfen endlich raus. Wie Sie sie gut für die Frischluftsaison vorbereiten, erfahren Sie ebenfalls am Sonntag. Ihre Aussaat war erfolgreich und Sie haben viel mehr Tomatensämlinge als Platz? Aber dafür hätten Sie gerne Paprika, die…
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Collage: Hände, die die Erde kneten, viele Eimer und ein paar Samenkugeln, eine Eierschachtel voll mit Samenkugeln

Jede Menge Samenkugeln

Menschen, die begeistert Geschichten von Hummeln berichten. Seniorinnen, die von ihrem Garten erzählen und viele Fotos davon mitbringen. Gartenfreundinnen, die Saatgut aus ihrem Garten verschenken. Das ist der eigentliche Charme der Veranstaltungen der „Grünen Südweststadt“, die in Kooperation mit dem Quartiersprojekt Südweststadt stattfinden: Die Menschen entdecken gemeinsame Themen, kommen ins Gespräch und in den Kontakt zueinander. Haben Spaß zusammen und geben ihre Erfahrungen weiter. Generationenübergreifend. So wie dieses Mal, als die jüngste Teilnehmerin 8 und die älteste 85 Jahre alt war. Und ein Seniorenpaar extra aus Daxlanden angeradelt kam. Manchmal lernen auch die noch etwas, die sich schon gut auskennen. Hummeln können nicht mit allen Blüten etwas anfangen? Was pflanze ich denn dann am besten? Begonien, Petunien, Geranien – oder doch eher Fingerhut, Hornklee und Günsel? Hummeln und andere Wildbienen haben da eine eindeutige Meinung. Die gängige Balkonbepflanzung ist für sie nutzlos. Auch in gefüllten Sorten von Sonnenblumen, Rosen oder Dahlien finden sie wenig oder gar keinen Pollen bzw. Nektar. Da rätselten alle gemeinsam bei „Lasst Hummeln futtern!“, was bei den fleißigen Bestäuberinnen stattdessen gut…
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