Alle Artikel in: Viechlein

Sperlinge in einer Hecke

Blattlauspicker und Nachbarschaftsprofis − was Sie von Sperling, Specht und Meise (vielleicht) noch nicht wussten.

Schulkinder können im Schnitt lediglich fünf von fünfzehn häufigen, einheimischen Vogelarten erkennen – so eine aktuelle Studie aus Bayern. Was im ersten Moment erschreckt, verwundert beim Nachdenken nicht lange: Wann sehen wir denn noch Vögel? Wann nehmen wir uns die Muse, sie zu beobachten? Häufig genug werden Vögel eher als Störenfriede wahrgenommen: Die lauten, kreischenden Krähen, das nervige frühe Singen der Amsel, die aufdringlichen Spatzen, der Schaden zufügende Specht. Und immer machen sie alle Dreck. Zeit, mal wieder den Blickwinkel zu wechseln!Zeit, die Welt mal aus Vogelsicht zu betrachten.Zeit, mal wieder neugierig Geschichten über Sperling, Specht und Meise zu hören. Denn so manche Leistung dieser kleinen Sänger nötigt uns Respekt ab – vielleicht kann sie uns sogar als Vorbild dienen? Kommen Sie zum nächsten Mitmach-Vortrag der Reihe „Natur − und du?“ des Quartiersprojekts Südweststadt. Am Sonntag, 17. März 2019 treffen wir uns um 14 Uhr im Mitmach-Laden Südwest, Mathystraße 12, 76133 Karlsruhe.

Krokusse

Same procedure: Es blüht hier zu wenig, verflixt noch mal!

Es ist doch immer dasselbe: Winter gibt’s kaum noch, die Temperaturen ungewöhnlich hoch, die Sonne scheint, zwei, drei Frühjahrsblüher beginnen ihre Farbe in das triste Graubraun zu strecken, die ersten neugierigen Insektennasen kommen aus ihrem Winterquartier und ich denk: So ne Scheiße, hier blüht einfach zu wenig. Da sind ein paar Krokusse, ein paar zögerliche Schneeglöckchen, der Winterling scheint offensichtlich das vergangene Jahr nicht überlebt zu haben, und ach guck, der Huflattich ist wohl angewachsen, zeigt aber auch nur zwei spärliche Blütchen. Aber Hauptsache, der Zitronenfalter flattert schon mal rum, die ersten Hummeln – und was bitte, macht die Holzbiene denn jetzt schon hier? HIER BLÜHT DOCH QUASI NOCH NIX! Einige warme Tage später ploppen die Krokusse, ploppen die Schneeglöckchen und zeigt der Winterling, dass er einfach nur etwas mehr Zeit brauchte, aber doch brav da ist und sogar ein bisschen seine Samen ausgebreitet hatte. In der etwas wärmeren Innenstadt kommen auch schon die Salweiden mit ihren Kätzchen, die Kornelkirsche strahlt gelb an der Alb entlang (die viiiiiel bessere Alternative zur Forsythie, die keinem Tier…
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Wespen bei der Paarung

Wespensex

Kopulierende Marienkäfer gibt es häufiger zu sehen, kopulierende Wanzen erst recht. Aber Wespen? Im Lerngarten der PH warteten wir gerade auf das Ergebnis aus dem Holzbackofen, als irgendetwas Unförmiges quasi vom Himmel fiel. Oh. Wespensex. Sie drehten sich. Drehten sich. Das Männchen sehr gelenkig, sie machte sich irgendwann davon, und er schien ein bisschen belämmert. Er hat seine Schuldigkeit getan, bald segnet ihn das Zeitige. RIP. Die junge Königin überwintert. Und nächstes Jahr gibt’s wieder neue Mückenjägerinnen, Marmeladeschlotzerinnen, Fleischerbeuterinnen. (Ich mag nichts Falsches erzählen, aber ich denke, das sind „Gemeine Wespen“/Vespula vulgaris. Sie gehören zu den häufigsten Wespen in Mitteleuropa: www.natur-lexikon.com/Texte/MZ/001/00081-gemeine-Wespe/MZ00081-gemeine-Wespe.html)