Alle Artikel in: Wildtiere

Hummel auf Flockenblume - unten hinten naht der Mulchmäher

Abrasiert – Insektensterben? Pffff

Alle paar Wochen schafft es die Stadt Karlsruhe, dass ich mich über sie aufrege. Es ist mal wieder soweit. Und heute hab ich mich SO aufgeregt, dass ich nach diesem Blogpost die Gemeinderatsfraktionen anschreibe. Auf meinem Weg zur Arbeit radle ich den Adenauerring und die Willy-Brandt-Allee entlang. Zwischen Waldstück und Radweg, zwischen Radweg und Straße sind schmale Grünstreifen. Hier wachsen tapfer Wildblumen. Einheimische Wildblumen. Wilde Möhre und Wilder Pastinak, Wegwarte, Hornklee, Wiesenklee, Flockenblume, Wegerich, Lichtnelke und einiges mehr. Zur Freude von Hummeln, anderen Wildbienen, auch Schmetterlinge hab ich schon gesehen. Ich freu mich immer an den bunten Tupfen entlang der Straße und am Gesummse. Die Pracht währt kurz. Es naht der Mulchmäher. Das komplette Wegegrün wird abrasiert, gemulcht, der Mulch liegen gelassen. Das war es dann mit den Blüten. Zur Samenbildung kam es gar nicht. Samen für die Wiederaussaat oder für Vögel – oder auch für die Menschen, die sich die eine oder andere Wildblume gerne im Garten ansiedeln lassen möchten. Kaum haben sich die Kräuter wieder hochgekämpft und blühen erneut, tummeln sich Insekten  –…
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Biene, voll mit Pollen, im Anflug zur Löwenzahnblüte

„Insektenhotel“ oder „Nisthilfen“ – wie helfen wir Bienen wirklich?

Veranstaltung im Quartiersprojekt Südweststadt Sonntag, 06.05.2018, 14 Uhr Mitmach-Laden Südwest, Mathystraße 12, Karlsruhe-Südweststadt Sie sind niedlich anzusehen, dank Anleitungen in Büchern und im Internet sind sie einfach nach zu basteln – und wer nicht das Talent hat, Kiefernzapfen und Strohknäuel hinter Hasendraht zu sperren, bekommt eine hübsche Auswahl in Baumärkten und Gartencentern: Insektenhotels. Sie sind schwer in Mode. Wer möchte nicht den Insekten helfen? Wir lesen und hören immer wieder, dass der Bestand an Bienen, Schmetterlingen und Käfern massiv abgenommen hat. Und damit auch die Nahrungsgrundlage unserer Singvögel, unserer Igel, unserer Fledermäuse. Auch die Bestäubung zahlreicher Obst- und Gemüsepflanzen ist gefährdet. Doch wer sich näher mit den Bedürfnissen dieser Insekten beschäftigt, merkt, dass mit diesen Insektenhotels – womöglich noch inmitten eines sauberen Kiesgartens – nicht viel geholfen ist. Wenn Käfer normalerweise in Totholz, verrottendem Laub und in der Erde leben, dann sind Kiefernzapfen kein attraktives Angebot. Wenn manche unserer Wildbienen in sauber ausgenagten Käfergängen in Hartholz nisten, dann sind Löcher in schnell aufquellendem Weichholz nur die vierte Wahl. Und wussten Sie schon, dass 70% unserer…
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Nachtbild: Fuchs, sucht in der Erde

Erwischt!

Schuld war der Igel. Irgendwann im Oktober hörte ich es wieder am Katzenfutter schmatzen, als ich noch draußen saß, darauf wartend, dass Madame endlich mal auffrisst. Ob es wohl mehr als einen gab? Die Nachbarin hatte im Frühjahr drei Kleine von der Igelstation zum Auswildern bekommen. Irgendwo müssen die ja geblieben sein. Wildkamera ausgeliehen. Einzelnes Igelchen drauf gesehen. Die ausgeliehene Wildkamera war mies, der Käufer von der Sorte „warum mehr Geld für Qualität ausgeben, wenn ich es auch schlecht in billig haben kann“. Im November stand das für den Igel gerichtete Katzenfutter morgens unberührt. Igel jetzt im Winterschlaf? Und wenn er wieder aufwacht und es ist kein Futter da? Und überhaupt: Was tummelt sich hier eigentlich des Nachts? Ich hatte ja nun eine preisliche Vorstellung, was etwas taugen könnte. Montiert, angeschaltet, am nächsten Tag durchgeklickt: Oh. Na sowas. Tagsüber getestet. Dank des Zeitstempels entdeckt, wie häufig die Stare hier zum Futtern einfallen (die Bande frisst mir noch die Haare vom Kopf). Blickwinkel geändert. Natürlich das Eichhörnchen erwischt. Leider wurde das nächste Bild erst 10 Minuten…
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Eichhörnchen vor dem Futterautomaten. Es schaut nach unten. Der Futterkasten hängt an einer Fichte.

Klopf. Klopf.

[Klopf] Vor ein paar Wochen saß ich im Garten. [Klopf] [Klopf] [Klopf] Samstag nachmittags. [Klopf] [Klopf] Klar, es werkelt hier immer irgendwo irgendjemand in der Gegend rum. [Klopf] Aber was machten die da? Das war kein Holzhacken. Das kam auch nicht von der Autowerkstatt zwei Häuser weiter. [Klopf] [Klopf] [Klopf] Überprüfte das Friedhofspersonal die Grabsteine? Das ist ja hin und wieder zu sehen, die Aufkleber mit dem Hinweis, dass der Grabstein sturzgefährdet ist und entfernt wird, wenn das nicht behoben wird. [Klopf] [Klopf] Klänge das aber nicht anders? [Klopf] Irgendwann ging ich in die Richtung, aus der das Geräusch kam… … und schreckte das Eichhorn auf, das sich am Futterautomaten bediente. Achjeh. Kurzzeitgedächtnis. Wer Eichhörnchen Futter bietet, muss halt mit Klopfen rechnen. [Klopf] [Klopf] Ich hatte mir das im letzten Winter schon vorgenommen, so ein Futterhäuschen zu kaufen. Nachdem der Frost im späten Frühjahr nicht nur die Obstblüten, sondern auch die Blüten der Walnussbäume dahinraffte, war erst recht klar, dass es ein paar Zugaben braucht. Es ist ja nicht so, dass sie sich nicht auch…
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Biene auf Oreganoblüte

Es summt!

Kiesgärten sind ja in. Zwei Häuser weiter, zum Beispiel: Einmal rosamelierter Vorgarten, einmal ursprünglich knallweißer, jetzt vergrauter Kies. Vermutlich, um Arbeit zu sparen – aber Laub und Dreck sammeln sich trotzdem. Schön ist das nicht. Gartenzeitschriften wie „Mein schöner Garten“ erklären, wie tote Steinwüste geht und bekommen 119 Facebook-Likes. Ich sitz hingegen auf meiner Terrasse, kann beobachten, wie die Blattschneiderbiene einen der Blumenkästen als Nistplatz aussucht. Wie die Stieglitze den verblühten Rauen Löwenzahn im Nachbarsgarten gemütlich verputzen. Bestaune das Geschwirre um Oregano, Minze und Borretsch, die sich im Garten überall ausbreiten. Ich freue mich am Getummel im Mohn. Und freue mich über die Farben. Welch winzige Wildbienen es gibt! Feldwespen holen sich in den bereitgestellten Tellern Wasser für Nestbau und Brutpflege. Im Kasten mit dem Verlängerungskabel hat sich ein recht friedliches Wespenvolk eingenistet. Vermutlich die Mittlere Wespe, sie macht mir nicht den Gefallen, mal ruhig den Kopf zu zeigen. Und bin jedesmal über die Lautstärke der zahlreichen Honigbienen im Wilden Wein erstaunt. Da geht’s aber ab! Im Frühjahr flatterten Aurorafalter (auf der anderen Albseite wächst…
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Plätzchenform (eine Tanne) gefüllt mit Vogelfettfutter. Hängt an einem alten Fensterladen.

Vogelfutter selbst gemacht

Früher gab es im Winter Meisenknödel und ungeschälte Sonnenblumenkerne, um Vögel zu füttern. Heute bekommen Sie selbst im Drogeriemarkt und bei Discountern verschiedenste Futtermischungen und Fettknödel. Bei Raiffeisen, in Baumärkten und in manchen Gartencentern finden Sie sogar das ganze Jahr eine breite Auswahl und jede Menge Futtervorrichtungen. Getrocknete Mehlwürmer in Erdnussbutter – braucht es das? Wieso gibt es solche Preisunterschiede zwischen Discounter und Fachhandel? Warum ist selbst gemachtes Fettfutter im Zitronennetz gefährlich? Welches Für und Wider gibt es für das eingesetzte Fett? Kommen Sie zur nächsten Veranstaltung der „Grünen Südweststadt“ in Kooperation mit dem Quartiersprojekt Südweststadt zu Vogelfutter selbst gemacht! Am Sonntag, 4.12.2016, treffen wir uns wieder um 14 Uhr im Bürgerzentrum Südweststadt (Friedensheim), Redtenbacher Straße 10-14, Karlsruhe. Wir werden mit Rindertalg, einer Mischung aus Kernen, Samen und Haferflocken und einem kleinen Schuss Öl Futterplätzchen zum Aufhängen herstellen. So wissen Sie, dass Ihre Vögel gutes Futter mit viel Energie bekommen. Die Veranstaltung ist kostenlos, für das Material bitte ich um einen Kostenbeitrag. Mehr Infos? Gerne Warum überhaupt füttern? Die Meinungen, ob und wie Gartenvögel gefüttert…
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