Alle Artikel mit dem Schlagwort: Wildblumen

Hummel auf Flockenblume - unten hinten naht der Mulchmäher

Abrasiert – Insektensterben? Pffff

Alle paar Wochen schafft es die Stadt Karlsruhe, dass ich mich über sie aufrege. Es ist mal wieder soweit. Und heute hab ich mich SO aufgeregt, dass ich nach diesem Blogpost die Gemeinderatsfraktionen anschreibe. Auf meinem Weg zur Arbeit radle ich den Adenauerring und die Willy-Brandt-Allee entlang. Zwischen Waldstück und Radweg, zwischen Radweg und Straße sind schmale Grünstreifen. Hier wachsen tapfer Wildblumen. Einheimische Wildblumen. Wilde Möhre und Wilder Pastinak, Wegwarte, Hornklee, Wiesenklee, Flockenblume, Wegerich, Lichtnelke und einiges mehr. Zur Freude von Hummeln, anderen Wildbienen, auch Schmetterlinge hab ich schon gesehen. Ich freu mich immer an den bunten Tupfen entlang der Straße und am Gesummse. Die Pracht währt kurz. Es naht der Mulchmäher. Das komplette Wegegrün wird abrasiert, gemulcht, der Mulch liegen gelassen. Das war es dann mit den Blüten. Zur Samenbildung kam es gar nicht. Samen für die Wiederaussaat oder für Vögel – oder auch für die Menschen, die sich die eine oder andere Wildblume gerne im Garten ansiedeln lassen möchten. Kaum haben sich die Kräuter wieder hochgekämpft und blühen erneut, tummeln sich Insekten  –…
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Biene auf Oreganoblüte

Es summt!

Kiesgärten sind ja in. Zwei Häuser weiter, zum Beispiel: Einmal rosamelierter Vorgarten, einmal ursprünglich knallweißer, jetzt vergrauter Kies. Vermutlich, um Arbeit zu sparen – aber Laub und Dreck sammeln sich trotzdem. Schön ist das nicht. Gartenzeitschriften wie „Mein schöner Garten“ erklären, wie tote Steinwüste geht und bekommen 119 Facebook-Likes. Ich sitz hingegen auf meiner Terrasse, kann beobachten, wie die Blattschneiderbiene einen der Blumenkästen als Nistplatz aussucht. Wie die Stieglitze den verblühten Rauen Löwenzahn im Nachbarsgarten gemütlich verputzen. Bestaune das Geschwirre um Oregano, Minze und Borretsch, die sich im Garten überall ausbreiten. Ich freue mich am Getummel im Mohn. Und freue mich über die Farben. Welch winzige Wildbienen es gibt! Feldwespen holen sich in den bereitgestellten Tellern Wasser für Nestbau und Brutpflege. Im Kasten mit dem Verlängerungskabel hat sich ein recht friedliches Wespenvolk eingenistet. Vermutlich die Mittlere Wespe, sie macht mir nicht den Gefallen, mal ruhig den Kopf zu zeigen. Und bin jedesmal über die Lautstärke der zahlreichen Honigbienen im Wilden Wein erstaunt. Da geht’s aber ab! Im Frühjahr flatterten Aurorafalter (auf der anderen Albseite wächst…
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